Fotowochenenden in Frankreich

Tag 2 – Donnerstag 31. Mai


Der hier beschriebene Ablauf ist ein ungefährer Ablauf, der sich je nach Gegebenheiten und Wünschen der Teilnehmer ändern kann und soll. Er ist also eher als “roter Faden” und “Inspiration” denn als unumstößliche “To-Do-Liste” zu sehen….

  • Nach einem ausgiebigen Frühstück – die Hausherrin besteht darauf, dass wir ihre selbst gemachten Marmeladen probieren – gibt uns der Sohn des Hauses noch eine kleine Führung durch das Wochenendschloss. Vielleicht – wenn er gute Laune hat – gewährt er uns auch einen Blick in sein Maler-Atelier.
    Gebaut um 1601 wurde das „Schlösschen“ im 19. Jahrhundert von einer reichen Industriellen gekauft und seitdem immer über den weiblichen Arm der Ahnenkette vererbt. Ein Grund mehr für den jungen Maler sich gut mit seiner Schwester zu halten!
  • Von unserer Herberge sind es nur knapp 10 Kilometer bis zum „Château du Champ-de-Bataille“. Im Gegensatz zu unserer Unterkunft der letzten Nacht haben wir es nun mit dem großen Schloss eines mächtigen Grafen zu tun! Entstanden in etwa der gleichen Zeit wie unsere Herberge, sieht man diesem Schloss an, dass sein Hausherr von größer Bedeutung gewesen ist…
  • Nachdem wir einige Stunden in diesem wundervollen Garten verbracht haben, steigen wir wieder in unseren Bus um das nächste Ziel – „Étretat“ anzusteuern. Es ist früher Nachmittag und der ein oder andere könnte auf der etwas länger als eine Stunde dauernden Fahrt kurz ein nicken.
  • „Étretat“ liegt direkt am Meer in einer Talöffnung der Alabasterküste. Die weißen Klippen strahlen in der Nachmittagssonne und vor allem die über 70 Meter hohen „Torbögen“ in denen sich die Klippen ins Meer beugen, machen sprachlos. Bis zur Mitte des 19. Jahrhundert war „Étretat“ noch ein unbedeutendes Fischerdorf am Ärmelkanal, doch das sollte sich schnell ändern. Durch die Eröffnung einer Bahnlinie 1890 konnte man das Dorf plötzlich schnell erreichen, und bald schon gaben sich die Künstler und Intellektuellen hier die Klinke in die Hand. Boudin, Courbet, Delacroix, Matisse oder Monet – wer als Maler „dazu“ gehören wollte musste in „Étretat“ den Hafen gemalt haben.
  • Nach einem Spaziergang an den Klippen entlang zeigen Seeluft und körperliche Anstrengung Ihre Wirkung – höchste Zeit für ein Abendessen! Wollen wir mit Seeblick essen oder lieber in einem der Fachwerkhäuser im Inneren des Dorfes? Die Entscheidung ist Ihnen überlassen. Und ebenso, ob sie sich auf der Karte eher für die Produkte vom Meer oder für die vom dahinter liegenden Festland entscheiden. Gut ist hier beides! Und wie wäre es zur Feier des Tages mit einem Glas des dritten „C“ der Normandie? Ein kleiner Calvados?

  • Nach dem Abendessen machen wir uns auf nach „Le Havre“, wo wir gegen 20:30 in unserem Hotel einchecken. Später treffen wir uns noch auf ein Bier. Auf meinem Laptop können wir dabei die in den vergangenen Tagen gemachten Fotos anschauen und ein wenig über Fototechnik und Bildgestaltung diskutieren.
    Die Felsnadeln von Étretat

    Die Felsnadeln von Étretat